Die Stadt Wilsdruff bietet eine direkte Baustelleninformation an. Bitte nutzen Sie hierfür folgenden Link: Baustelleninformationssystem. Über die Eingabe des gewünschten Datums und den entsprechenden Ort erhalten Sie die erforderlichen Mitteilungen zu aktuellen Baustellen und Verkehrsbehinderungen.
Allgemein
Während der angezeigten Baumaßnahmen sind Einschränkungen oder Behinderungen des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs nicht auszuschließen. Bitte achten Sie auf die örtlichen Umleitungsempfehlungen.
Am 22. April 2026 beginnt der nächste wichtige Schritt beim Umbau der Anschlussstelle an der A4. Der Bauabschnitt umfasst den Bereich zwischen der Autobahnbrücke und der Meißner Straße und soll bis Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Im Fokus der Arbeiten stehen:
• der Neubau eines Radwegs entlang der Strecke
• der Umbau der Anschlussstelle Richtung Dresden
• ein neuer Kreisverkehr mit Anbindung an die bestehende S 177 und die zukünftige S 36
• umfangreiche Maßnahmen wie Erdarbeiten, neue Entwässerung, Leitungsverlegungen sowie drei neue Durchlässe für den Bornwiesenbach
• abschließend: neue Fahrbahn, Markierungen, Beschilderung und eine Ampelanlage
Verkehr während der Bauzeit:
Der Verkehr wird zweistreifig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Auf- und Abfahrt der A4 in Richtung Dresden bleibt voraussichtlich bis August 2026 gesperrt.
Die vorbereitenden Arbeiten wie Baumfällungen wurden bereits abgeschlossen – ohne Einschränkungen für den Verkehr.
Die Kosten für diesen Bauabschnitt liegen bei rund 3,6 Millionen Euro, getragen vom Freistaat Sachsen und der Autobahn GmbH.
Mit dem Ausbau wird die Infrastruktur in der Region nachhaltig verbessert – für mehr Sicherheit, bessere Verbindungen und eine moderne Verkehrsführung.
Die gesamte Pressemitteilung des LASuV zum Baubeginn der Maßnahme ist unter folgendem Link einsehbar: https://www.lasuv.sachsen.de/s-177-wilsdruff-9541.html
7,5-Tonnen-Beschränkung auf drei Staatsstraßen zwischen Siebenlehn und Wilsdruff soll Ausweichverkehr verringern
Gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen und der Autobahn GmbH startet der Freistaat Sachsen einen auf zwei Jahre angelegten Verkehrsversuch: Die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 in den Landkreisen Mittelsachsen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden für die Dauer des Versuchs auf 7,5 Tonnen beschränkt. Die notwendige Allgemeinverfügung sowie die verkehrsrechtlichen Anordnungen für den Versuch sind durch die Verkehrsbehörden erlassen. Die Beschilderung auf den betroffenen Strecken wird durch die Straßenmeistereien der Landkreise in den kommenden Tagen aufgestellt. Die Beschränkungen werden zudem im öffentlichen Baustelleninformationssystem des Freistaates Sachsen veröffentlicht und darüber in die gängigen Navigationssysteme eingespeist.
Der Verkehrsversuch soll auf wissenschaftlicher Grundlage belegen, ob die Tonnagebeschränkungen auf den Staatsstraßen die Verkehrssicherheit vor Ort wirksam erhöhen kann und Rückschlüsse für ein dauerhaftes Konzept geben.
Ziel ist es, die Orte entlang der als Ausweichrouten zur A 4 genutzten Staatsstraßen zwischen Siebenlehn und Wilsdruff spürbar vom Durchgangs- und Schwerverkehr zu entlasten.
Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, sagt: „Mir ist es persönlich wichtig, gemeinsam mit unseren Partnern eine spürbare Entlastung für die Menschen in den Orten rund um die Autobahn bei Wilsdruff zu schaffen. Fern- und Schwerverkehr gehört auf die dafür vorgesehenen Autobahnen und nicht in kleine und kleinste Ortschaften, in denen Kinder zur Schule gehen, Busse fahren, Rettungswege frei bleiben müssen und – und das ist nicht hoch genug zu schätzen – die Menschen gut leben sollen. Das ist mir nicht nur als Verkehrsministerin wichtig, sondern auch als Ministerin für den ländlichen Raum. Mit dem Verkehrsversuch sorgen wir für mehr Schutz und Ordnung im regionalen Straßennetz. Und wir prüfen zugleich belastbar, was wirkt.“
Landrat Sven Krüger, Landkreis Mittelsachsen, erklärt: „Dieser Versuch ist eine sehr gute Nachricht für die betroffenen Orte und die Bevölkerung. Mit großem überregionalem Engagement wurde sich für eine Lösung eingesetzt – es gab zahlreiche Gespräche, Schriftwechsel und Vor-Ort-Begehungen. Ich bin dankbar, dass es diesen Versuch jetzt gibt und hoffe, dass wir aussagekräftige Daten dadurch erhalten, wie der Verkehr nachhaltig gesteuert werden kann. Gerade jetzt, wo die Reisemonate bevorstehen.“
Landrat Michael Geisler, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, ergänzt: „Mit dem Verkehrsversuch haben wir einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere in und um Wilsdruff, getan. Unsere gemeinsame Aufgabe hierbei war es den Verkehr so zu steuern, dass Sicherheit und Ruhe in den Wohngebieten gewährleistet bleiben. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnten wir Ideen entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der Anwohner als auch den Anforderungen des Verkehrs gerecht werden.“
Landrat Ralf Hänsel, Landkreis Meißen, fügt hinzu: „Ich freue mich sehr, dass sich die Landkreise mit dem Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung gemeinsam auf diesen Verkehrsversuch im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner in den Ortschaften verständigen konnten. Zur Vermeidung, dass das nachgeordnete Netz als Ausweichstrecke genutzt wird, werden auch die betroffenen Kreisstraßen von den Durchfahrtsbeschränkungen umfasst.“
Die Belastungen auf den betroffenen Staatsstraßen sind vor Ort seit langem spürbar und dokumentiert. Eine im Vorfeld des Verkehrsversuchs durchgeführte Untersuchung hat den Zustand der betreffenden Straßen erhoben und Verkehrssicherheitsdefizite aufgezeigt. Sie hat geprüft, mit welchen Maßnahmen sich die Ortschaften und Straßen kurzfristig entlasten lassen. Das Ergebnis ist eindeutig: Weder die S 195 noch die S 196 oder S 36 sind geeignet, solche Ausweichverkehre aufzunehmen. Unter den gegebenen Bedingungen kann derzeit nur eine abgestimmte tonnagebeschränkende Beschilderung wirksam dazu beitragen, zusätzlichen Ausweichverkehr – vor allem durch den Schwerverkehr – spürbar zu verringern. Eine weitere Umsetzung in Wilsdruff und im Bereich der S 177 in Meißen (Plossen) wird derzeit noch geprüft.
Für die Menschen vor Ort soll der Verkehrsversuch vor allem eines bringen: weniger schwere Fahrzeuge in den Ortslagen, mehr Sicherheit auf alltäglichen Wegen und eine geringere Belastung durch Lärm und Abgase. Zugleich sollen die Straßen und die Bauwerke vor weiterer zerstörerischer Beanspruchung geschützt werden. Insbesondere bei einigen Brückenbauwerken sind bereits kritische Zustände erreicht, die eine Tonnagebegrenzung unabdingbar machen.
Damit die Maßnahme wirksam greifen kann, braucht es ein abgestimmtes Vorgehen im gesamten betroffenen Straßennetz. Verkehrsteilnehmer sollen deshalb frühzeitig bereits auf den Bundesautobahnen A 4 und A 14 an den betroffenen Anschlussstellen auf die Beschränkungen auf den drei Staatsstraßen hingewiesen werden. Mit den verkehrsrechtlichen Anordnungen durch die Landkreise finden auch weitere Abstimmungen mit der Autobahn GmbH statt. Die Informationen zu den Tonnagebeschränkungen werden auch in digitale Verkehrsinformationssysteme, wie beispielsweise Navigationssysteme, einbezogen. Der Verkehrsversuch wird wissenschaftlich begleitet. So sollen belastbare Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie sich Verkehrsaufkommen, Verkehrssicherheit und die Akzeptanz bei Verkehrsteilnehmern und Anwohnern entwickeln. Auf dieser Grundlage wird bewertet, welche Maßnahmen sich bewähren und wie dauerhaft mit Ausweichverkehr im betroffenen Raum umzugehen ist.
Die Stadt Wilsdruff setzt konsequent auf mehr Verkehrssicherheit: Basierend auf der gemeinsam mit Klipphausen, Reinsberg und Nossen in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung „Verkehrsversuch zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Nebenstrecken der BAB 4 und 14" wurden vor Ostern dringende Maßnahmen umgesetzt. Besonders Wilsdruff profitiert: Die S 36 im Stadtgebiet soll vor gefährlicher Ausweichbelastung geschützt werden.
Die Untersuchung belegt eindrücklich die Risiken für Wilsdruff: Bei Störfällen auf der stark frequentierten A 4 bündelt sich unkontrollierter Ausweichverkehr – vor allem Schwerverkehr – auf der S 36. Der Abschnitt durch Wilsdruff weist enge Straßenräume, unübersichtliche Kurven, Engstellen sowie fehlende Geh- und Radwege auf. Hinzu kommen der schlechte Straßenzustand sowie fehlende Querungsstellen. Eine Bündelung des Schwerverkehrs würde die bestehende Unfallhäufung im Stadtgebiet verschärfen und Anwohner massiv mit Emissionen und Immissionen belasten.
Konkrete Maßnahmen:
Auf der S 36 wird eine Tonnagebegrenzung auf 7,5 Tonnen (Lieferverkehr frei) eingeführt. Sie gilt zwingend im kritischen Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr B 101 in Nossen und
dem Knotenpunkt S 36/S 83, mit Vorab-Beschilderung für sichere Wendemöglichkeiten. Dies verhindert, dass sich bei Beschränkungen auf parallelen Strecken wie der S 195 sämtlicher Lkw-Verkehr auf Wilsdruffs Straßen verlagert. Ebenso wird ab der Anschlussstelle Wilsdruff auf diese Beschränkung hingewiesen.
Präventiv auf den Autobahnen: Frühzeitige Hinweistafeln informieren über die Tonnagebeschränkungen:
BAB 4: Vorfelder der Anschlussstellen Berbersdorf und Siebenlehn
BAB 14: Vorfeld Nossen-Ost
Diese statische Beschilderung stoppt Ausweichmanöver schon auf der ursprünglichen Route und schützt Wilsdruff vor einer Überlastung. Die Maßnahmen realisieren die sächsischen Ziele: Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, Minderung des Lkw-Gefahrenpotenzials und Erhöhung der Landstraßensicherheit.
Bis zum lang geplanten Ausbau der S 36 westlich Wilsdruff – bei dem die Stadt aktiv mitwirkt – bleibt die aktuelle Infrastruktur ungeeignet als Bedarfsumleitung.
Die Untersuchung fordert daher zwingend: Kein Ausweichverkehr zulassen, um Kapazitätsgrenzen, Gesundheitsrisiken und Lebensqualitätsverluste zu vermeiden.
Beigeordneter Carsten Hahn:
„Es hat sich gelohnt, in dieser Sache hartnäckig zu bleiben. Die Verkehrsuntersuchung gibt uns die fachliche Handhabe, Wilsdruff jetzt effektiv zu schützen. Dafür danke ich dem Freistaat Sachsen für die Umsetzung und unseren Partnerkommunen Klipphausen, Reinsberg und Nossen für die enge Zusammenarbeit. Unsere Bürgerinnen und Bürger spüren bald den Unterschied."
Die Stadt Wilsdruff begrüßt die behördenübergreifende Umsetzung als Durchbruch. Die Maßnahmen entlasten gezielt das Stadtgebiet, sichern Schulwege und schützen die Lebensqualität vor Ort.
Anlage 1_Übersichtskarte Bestand.pdf
Anlage 2_Übersichtskarte Maßnahmen.pdf
Anlage 3_Übersichtskarte Maßnahmen_Nossen.pdf
Seit Mitte Juni 2025 bis 31. Dezember 2026 wird im Bereich „Am Gewerbepark HNr. 4“ eine Baustellenausfahrt eingerichtet.