Im Zuge des geförderten Breitbandausbaus im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde vermehrt festgestellt, dass einzelne Gebäude keine gültige Hausnummer besitzen. Insbesondere betrifft dies Grundstücke mit bestehenden Gebäuden, für die bislang keine eigenständige amtliche Hausnummer vergeben oder an das Vermessungsamt übermittelt wurde. Dazu zählen beispielsweise Dreiseitenhöfe oder Grundstücke, bei denen mehrere Gebäude vorhanden sind, jedoch lediglich eine Hausnummer vergeben wurde.
Für den geförderten Glasfaserausbau können ausschließlich Adressen berücksichtigt werden, die über eine offizielle Anschrift verfügen. Das heißt, die Anschrift inklusive Straßenname und Hausnummer muss von der zuständigen Kommune vergeben und im Liegenschaftskataster geführt sein. Zu erkennen ist dies für jedermann, wenn die jeweilige Adresse im Geoportal Sachsen unter www.geoviewer.sachsen.de einsehbar ist.
Wird ein separater Glasfaseranschluss benötigt, aber festgestellt, dass das entsprechende Wohn- oder Gewerbegebäude bislang über keine offizielle Hausnummer verfügt, ist diese durch den Grundstückseigentümer frühzeitig zu beantragen. Möglich ist dies bei der Kommune. Dabei ist zu beachten, dass für die Vergabe einer Hausnummer je nach kommunaler Satzung Gebühren anfallen können.
Die Adressen, die noch keinen gigabitfähigen Anschluss besitzen oder nicht im Weiße-Flecken-Ausbau sowie eigenwirtschaftlichem Ausbau die Möglichkeit auf einen Glasfaseranschluss erhalten haben, werden im Dunkelgraue-Flecken-Programm des Landkreises ausgebaut. Die Dunkelgrauen Flecken können in der Breitbandkarte unter https://geoportal.landratsamt-pirna.idu.de/?permalink=1gbC4xr eingesehen werden.
Allgemeine Informationen zum Breitbandausbau in der Stadt WIlsdruff
In der Stadt Wilsdruff finden aktuell mehrere Maßnahmen zum Breitbandausbau statt. Neben dem geförderten Breitbandausbau der "Weißen Flecken", welcher in vielen Ortsteilen stattfinden wird und durch den Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge organisiert wurde, errichtet die Telekom Deutschland GmbH derzeit ein Glasfasernetz in der Kernstadt Wilsdruff. Als neuste Mitteilung hat die Stadt Wilsdruff die Nachricht der SachsenGigabit GmbH (als Tochterunternehmen der SachsenEnergie AG) erreicht, dass ein umfangreicher Glasfaserausbau in den Ortsteilen Grumbach, Kesselsdorf und Kleinopitz erfolgen soll.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf den links unterhalb befindlichen Reitern.
Die Stadt Wilsdruff ist bestrebt, die genannten Telekommunikationsunternehmen zu Mitverlegungsmaßnahmen zu bemühen und Ausbauprojekte entsprechend miteinander zu koordinieren. Wohl gleich möchten wir darauf hinweisen, dass die Telekommunikationsunternehmen einen rechtlichen Anspruch auf Verlegung von Telekommunikationsinfrastruktur haben. D.h. Vorgaben, welche eine Öffnung der Fußwege oder Straßen gänzlich verbieten oder Auflagen, welche zu einer Verhinderung des Vorhabens führen, dürfen durch die Stadt Wilsdruff nicht getroffen werden. Daher wird es auch zu einer teilweisen doppelten Öffnung von Straßen und/oder Gehwegen kommen, sofern die Unternehmen ihre Rechte einfordern. Die Stadt Wilsdruff wird die Wiederherstellung der Oberflächen kontrollieren.
Im Gegensatz zu den aktuell in der Ausführung befindlichen Projekten wurden bereits auch Projekte zum Glasfaserausbau abgeschlossen und stehen den Bürgern funktionsfähig zur Verfügung:
- Vollständige Erschließung Oberhermsdorfs durch die Freitaler Stadtwerke GmbH 2018
- Vollständige Erschließung Blankensteins durch den geförderten Breitbandausbau der Telekom Deutschland GmbH in Koordination durch die Stadt Wilsdruff 2019-2020
Durch das von der Stadt Wilsdruff im Jahr 2019-2020 organisierte Projekt zum geförderten Breitbandausbau der „Weißen Flecken“ wurden auch in den Ortsteilen Grumbach, Birkenhain, Helbigsdorf, Mohorn-Grund und Herzogswalde vereinzelte Straßen und Straßenteile an das Breitbandnetz angeschlossen, diese können auf der Stadtverwaltung erfragt werden.
Um auch den verbleibenden Bürgern, welche bisher noch keinen Anschluss durch ein Telekommunikationsunternehmen erhalten haben, einen Zugang zu dem Breitbandnetz zu ermöglichen, sollen die verbleibenden Adressen mithilfe von Fördermitteln erschlossen werden.
Dafür ist geplant, dass sich die Stadt Wilsdruff wieder an einem durch den Landkreis organisierten Projekt beteiligt, welches diesmal dem Ausbau der „dunkelgrauen Flecken“ dient. Als förderwürdige „dunkelgraue Flecken“ werden alle Adressen bezeichnet, bei welchen weniger als 500 Mbit/s im Download oder weniger als 200 Mbit/s symmetrisch zur Verfügung stehen und an welchen kein Telekommunikationsunternehmen Interesse an einem zeitnahen eigenwirtschaftlichen Ausbau geäußert hat.
Nach Abschluss dieser Maßnahme sollten fast alle Adressen in Wilsdruff mit einem glasfaserbasierten Anschluss versehen sein. Über den Fortgang des Projektes werden wir entsprechend informieren.