Wiederherstellung/touristische Erschließung historischen Windrades Grumbach
Wiederherstellung und touristische Erschließung des historischen Windrades Grumbach

LEADER_DurchfuehrungLES.jpg

Die Stadt Wilsdruff mit ihren 13 Ortsteilen ist eine attraktive Kleinstadt, welche immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat und weiter gewinnt. Durch klug eingesetzte Investitionen und Fördermittel wurde eine breit ausgestattete Infrastruktur geschaffen, die immer mehr Familien dazu bewegt, in der Heimat zu bleiben oder sich neu in Wilsdruff und Umgebung niederzulassen. Dies belegen auch die Zahlen der Einwohnerstatistik. In den letzten 10 Jahren sind die Einwohnerzahlen kontinuierlich von 13.639 auf 14.349 angestiegen. Die Anfragen nach Baugrundstücken und nach Wohnungen sind groß und können zurzeit nur begrenzt befriedigt werden

 

Ziel der hier beantragten Maßnahme ist zum einen der Erhalt, die Entwicklung und die Gestaltung eines für das Hoheitsgebiet Wilsdruff einmaligen technischen Denkmals, des Windrades Grumbach, als Sachzeugen der sächsischen Industriegeschichte. Zum anderen soll nachhaltig ein Stück Regionalgeschichte erschlossen werden, um örtliche Bildungseinrichtungen bei der lebendigen Geschichtsdarstellung zu unterstützen.

Drittens geht es um die Unterstützung der weiteren Ausgestaltung eines sanften Tourismus und regionaler Strukturen. Im Rahmen der Erweiterung des Radwegnetzes ist entlang der S 192 ein Radweg von Tharandt nach Grumbach geplant, worin sich das Ensemble des technischen Denkmals inhaltlich sehr gut einfügt.

 

Um dem Ziel der Wiederherstellung des Windrades bei gleichzeitiger Inwertsetzung und nachhaltiger Nutzung gerecht zu werden, ist ein dreistufiges Vorgehen angedacht. Ein Schritt betrifft das Windrad selbst. Neben der Instandsetzung der Stahlkonstruktion muss die Mechanik überarbeitet und schließlich muss der bisher abmontierte Windradrotor wieder angebracht werden.

Im zweiten Schritt soll das Maschinenhaus eine behutsame Instandsetzung erfahren. Hier sind Ausbesserungsarbeiten am Außenmauerwerk, die Beseitigung von Schäden an Decken, Wänden und dem Boden, Die Reparatur des Daches und die Aufarbeitung von Fenster und Türen geplant.

Im dritten Schritt erfolgt die Gestaltung des Areals um das Windrad mit dem Ziel, das Objekt für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und einen Standort für sowohl für die Erholung als auch für die Wissensvermittlung zu schaffen. Dazu soll eine Schutzhütte errichtet werden, welche mit Informationstafeln zum Objekt und seiner Geschichte ausgestattet wird. Gleichzeitig dient diese Hütte als Unterstellmöglichkeit und Rastplatz. Im Bereich der Schutzhütte werden vier Pkw-Stellflächen geschaffen. Das Windrad mit Maschinenhaus wird über eine neu zu schaffende Wegeverbindung erreichbar sein.

 

Die dauerhafte und nachhaltige Nutzung des Windrades sowie der neu entstehenden Außenanlagen soll durch die Stadt Wilsdruff in Verbindung mit der Interessengemeinschaft "Windrad Grumbach" und dem zukünftigen Bau- und Kulturzentrum Wilsdruff erfolgen. Sowohl das Windrad als auch die Außenanlagen sollen im Sinne eines Freilichtmuseums frei für die Besucher ständig zugänglich sein.