Aktuelles
Information der Stadtverwaltung

Wir sind weiterhin für Sie da!

Aus gesundheitlichen Gründen ist der Zugang zur Stadtverwaltung, Nossener Straße 20 in Wilsdruff aktuell nur mit vorheriger Terminvergabe möglich. Anfragen können per Telefon, E-Mail oder Brief gestellt werden. Die Mitarbeiter sind im Rahmen der allgemeinen Öffnungszeiten erreichbar. Die Kontaktdaten sind unter www.wilsdruff.de abrufbar.

 

Bürgerbüro

Die Bearbeitung der Anliegen im Bürgerbüro erfolgt ausschließlich unter vorheriger Terminvereinbarung. Termine werden vorrangig für dringende Bürgeranliegen vergeben.

Die Termine können über die Online-Terminvergabe unter http://termine.wilsdruff.de, telefonisch unter 035204 463-120 oder per E-Mail unter buergerbuero@wilsdruff.de vereinbart werden. Die Nennung mehrerer Terminvorschläge wird es dem Bürgerbüro ermöglichen, einen passenden Termin zu finden.

Der Zutritt zum Bürgerbüro wird reguliert, auf die Einhaltung des Mindestabstands wird hingewiesen. An die Bürgerschaft ergeht die Bitte, die Termine, wenn möglich alleine wahrzunehmen. Nicht dringende Anliegen oder solche, die keiner sofortigen Bearbeitung bedürfen, sollten um einige Zeit verschoben werden.

Besucher haben in den Räumlichkeiten ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Mindestabstände sind einzuhalten. Bitte betreten Sie die städtischen Gebäude nicht mit Erkältungssymptomen.

Die Kontaktdaten der Fachämter finden Sie unter https://www.wilsdruff.de/?pgId=35


 

Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Wichtigste für die Verbraucher*innen

 

Am 1. Januar 2021 sind Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Das EEG regelt die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie SVerbraucherzentrale Sachsen.jpgolarenergie und Windenergie. „Die Änderungen sollen dazu beitragen, dass mehr umweltfreundlicher Strom erzeugt und damit das Klima geschützt wird“, erklärt Lorenz Bücklein, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. Gleich an mehreren Stellen von den Änderungen betroffen sind Verbraucher*innen, die bereits selbst Strom aus Photovoltaik erzeugen oder dies in nächster Zeit beabsichtigen.

 

Die Anpassungen im Überblick:

 

1.   Der Netzanschluss kleiner Anlagen ohne Verzögerung möglich:

Stromnetzbetreiber sind zum Anschluss von Photovoltaikanlagen verpflichtet. Reagiert ein Netzbetreiber nicht unverzüglich mit einem Zeitplan auf das Anschlussbegehren von Verbraucher*innen, dürfen diese spätestens nach einem Monat ihre Anlage (bis 10,8 Kilowatt) anschließen.

 

2.   Für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt muss keine EEG-Umlage für den Eigenverbrauch gezahlt werden, vorher lag die Grenze bei 10 Kilowatt:

Für Anlagen über 30 Kilowatt fällt eine reduzierte EEG-Umlage von 2,6 Cent je Kilowattstunde an. Zum Vergleich: Für jede aus dem Stromnetz gelieferte Kilowattstunde müssen Verbraucher 6,5 Cent EEG-Umlage bezahlen.

 

3.   Förderung von Mieterstrom:

Bis zum Jahr 2030 soll die Menge an produzierten Solarstrom fast verdoppelt werden. Damit auch Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen den Strom aus der Sonne stärker nutzen können, wird der so genannte Mieterstromzuschlag erhöht. Außerdem wird die Mieterstromförderung auch für Strom gewährt, der außerhalb des Gebäudes der Photovoltaikanlage an Bewohner*innen innerhalb desselben Quartiers geliefert wird. Der Mieterstrom darf sowohl vom Anlagenbetreibenden selbst, als auch von Dritten an Verbraucher geliefert werden.

 

4.   Fortführung des Betriebs alter Photovoltaik-Anlagen (20+ Jahre alt):

Für Solar-Anlagen, die 2001 oder früher in Betrieb genommen wurden, ist der Anspruch auf Förderung ausgelaufen. Die Regelungen des neuen Gesetzes ermöglichen es den betroffenen Anlagenbetreibern, weiterhin Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Für den Strom erhalten sie keine Förderung mehr, aber einen üblichen Marktpreis. DieseÜbergangsregelung gilt bis 2027.

 

Die Verbraucherzentrale Sachsen begrüßt diese Neuerungen. „Dennoch sind sie zu kurz gesprungen“, kritisiert Lorenz Bücklein: „Der Mieterstrom muss endlich in die Städte gebracht werden. Das gelingt nur, wenn die EEG-Umlage wie beim Eigenstromverbrauch für Hauseigentümer*innen entfällt.“

Aus Sicht der Verbraucherzentrale Sachsen muss hier dringend nachgebessert werden, um den Einsparzielen im Gebäudesektor auch näher zu kommen. Die Erhöhung des Mieterstromzuschlags ist hier nicht ausreichend.

 

Eine kostenlose Energieberatung und weitere Informationen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenlos unter 0800 - 809 802 400.


 

DRK bittet gesunde Menschen um Blutspenden

 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird das Infektionsrisiko dadurch so gering wie möglich gehalten - Blutversorgung muss auch über Ostern gesichert sein

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost hat bereits seit dem Frühjahr 2020 zusätzlich zu dem üblicherweise bestehenden hohen Hygienestandard auf seinen Spendeterminen weitere Schutzmaßnahmen eingeführt. Im Rahmen des Infektionsschutzes leisten sie einen wesentlichen Beitrag zu Sicherheit und Schutz aller auf den Blutspendeterminen anwesenden Personen - SpenderInnen, ehrenamtliche HelferInnen und DRK-MitarbeiterInnen.Blutspende.jpg

Eine der zahlreichen Maßnahmen besteht in einer Einlasskontrolle bereits vor Bertreten der Spenderäume. Es wird dort eine Kurzanamnese unter anderem mit Messung der Körpertemperatur durchgeführt. Neben der Bedeutung für den Infektionsschutz ist es auch zum Schutz des Spenders oder der Spenderin selbst, sowie auch der Empfänger von Blutpräparaten von erheblicher Bedeutung, dass beispielsweise Erkältungssymptome (Husten und/oder Schnupfen, Halskratzen oder Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur oder Fieber) vor einer Blutspende vollständig abgeklungen sind. Nach einer leichten Erkältung ohne Fieber sollte ab Symptomfreiheit mindestens eine Woche vergehen, bevor wieder Blut gespendet wird, nach einem Infekt mit stärkeren Beschwerden sollte eine Wartezeit von vier Wochen bis zur nächsten Blutspende eingehalten werden. Wichtig zu wissen: Nach Einnahme eines Antibiotikums kann bei Beschwerdefreiheit vier Wochen nach dem Tag der letzten Einnahme wieder Blut gespendet werden.

Eine Terminreservierung für alle DRK-Blutspende-Termine ist erforderlich. Sie kann unter https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/ erfolgen oder auch über die kostenlose Hotline 0800 11 949 11. Die Vorab-Buchung von festen Spendezeiten dient dem reibungslosen Ablauf unter Einhaltung aller aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Zur Sicherstellung der Patientenversorgung über die Osterfeiertage finden an einigen Spendeorten Sonder-Blutspendetermine am Ostersamstag, 3. April 2021, statt. Informationen finden sich unter www.blutspende.de

Die nächste Blutspendeaktion in Ihrer Region findet statt:

  •  am 09. März 2021
  •  in Wilsdruff, Oberschule, Gezinge 12
  •  von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr

 

Medikamentöse Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroatose - Medikamentenbestellung

 

Für die medikamentöse Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroatose erfolgt auch 2021 die kostenlose Auslieferung der Medikamente über das Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt.Logo Landkreis.jpg

Folgende Festlegungen sind zu beachten:

1. Grundlage für die Medikamentenbestellung ist die erfolgte Meldung der Anzahl der Völker und die entsprechende Beitragszahlung an die Sächsische Tierseuchenkasse.

2. Je gemeldetes Volk erhält der Imker

  • 50 ml Oxalsäuredihydrat (3,5%) oder
  • 500 ml Ameisensäure (60%) oder
  • 2 Schalen Apiguard pro Volk
    Bei der Bestellung von Oxalsäuredihydrat ist zu berücksichtigen, dass der Hersteller nur Packungsgrößen zu je 500 ml in den Verkehr bringt. Um den ordnungsgemäßen Umgang mit diesem Medikament zu sichern, bedeutet das, dass an Imker mit weniger als 10 Völkern nur Ameisensäure oder Apiguard abgegeben wird (Bitte auch bei Vereinen beachten!)

3. Der Bezug erfolgt über das Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Bestellung ist bis 15. April 2021 durch die Imkervereine oder nicht organisierte Imker anzumelden.

Kontakt:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz

Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

Tel. 03501 515-2401

E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de


 

Mehr Wärme für weniger Geld

 

Einmal im Jahr flattert sie in den Briefkasten: die Heizkostenabrechnung. Abgesehen vom jüngsten „Flockdown“ in Mitteldeutschland war der Winter recht mild. Trotzdem liefen Heizungen nicht selten auf Hochtouren – nicht zuletzt durch das Arbeiten und Lernen zu Hause.Verbraucherzentrale Sachsen.jpg

Für viele Mieter*innen ist und bleibt die Heizkostenabrechnung ein Buch mit sieben Siegeln. „Wie die Heizkosten genau berechnet werden, ist oftmals schwer nachzuvollziehen“, sagt Lorenz Bücklein, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. „Insbesondere wenn eine hohe Nachzahlung gefordert wird, ist es empfehlenswert, sich zu den Heizkosten beraten zu lassen“.

Der Energieexperte weist darauf hin, dass der sparsame Umgang mit Energie immer bedeutender wird. Denn ab 2021 kommt ein neuer Preisfaktor hinzu. Mit der seit dem 1. Januar geltenden CO2-Bepreisung werden die Kosten fürs Heizen weiter steigen: für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) werden 25 Euro fällig, für 2022 sind es dann 30 Euro und erhöht sich regelmäßig in den Folgejahren auf bis zu 55 Euro.

Für 2021 müssen Mieter*innen einer 80-Quadratmeter-Wohnung bei einer Gasheizung mit etwa 60 Euro Mehrkosten rechnen, bei einer Ölheizung sind es sogar 80 Euro. „Oft helfen allerdings schon kleine Maßnahmen, um den eigenen Verbrauch zu senken. Dazu gehören etwa die bessere Einstellung der Heizkörper nach dem eigenen Bedarf oder kleine Tricks zur Reduzierung des Warmwasserverbrauchs“, so Bücklein.

Unsere Heizkosten-Spartipps:

  1. Kein Versteckspiel:
    Befreien Sie Heizkörper von Verkleidungen, Möbeln und Vorhängen. Nur so kann der Heizkörper ungehindert den Raum erwärmen

  2. Tür zu:
    Heizen Sie kühlere Räume nicht mit der Luft aus warmen Räumen. So gelangt nicht Wärme, sondern vor allem Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum und fördert damit das Schimmelpilz-Wachstum.

  3. Gut gelüftet:
    Lüften Sie zweimal täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern, um die Raumluft schnell auszutauschen. Vergessen Sie nicht, die Fenster wieder zu schließen, sodass Möbel und Wände die gespeicherte Wärme weiterhin behalten.

  4. Wollsocken an:
    Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart gut sechs Prozent Energie. Aber: Vor allem Füße reagieren schnell auf Kälte. Dem beugen Sie mit Wollsocken und Teppichen vor. Auch warme Pullis, Halstücher oder Wärmekissen tragen dazu bei, dass man subjektiv weniger friert.

 

Aktuell veranstaltet die Energieberatung der Verbraucherzentrale wieder ihre beliebte Webseminarreihe zum Thema Heizung. Hausbesitzer*innen und Bauwillige können sich dabei einen Überblick zum aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten verschaffen und erfahren, welche Fördermöglichkeiten es im Bereich Heizungstausch und Heizungsoptimierung gibt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen sowie Anmeldehinweise gibt es unter: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/heizung

 

Individuelle Hilfe bei der Bewertung Ihrer Heizkostenabrechnung bekommen Sie bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Die Beratung findet aktuell online oder telefonisch statt. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale:

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher mit derzeit rund 600 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden rund 140.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 85 km Länge voller Steinkohle entspricht. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.     


             

Geflügelpest im Landkreis nachgewiesen

 

Am 4. Februar 2021 wurde bei einem tot aufgefundenen Wildvogel an der Talsperre Malter das Virus HPAIV H5N8 nachgewiesen.

Da davon auszugehen ist, dass die Dichte der Wildvogelpopulationen in den Rastgebieten weiter zunehmen und sich das Risiko der Virusübertragung weiter erhöhen wird, müssen zwingend entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Oberste Priorität hat der Schutz des Geflügels vor einem Eintrag und der weiteren Verbreitung von HPAIV-Infektionen.

Aus diesem Grund hat das Landratsamt, Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, mit sofortiger Wirkung eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel für den gesamten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erlassen.

Damit dürfen bis auf Weiteres

  • Hühner
  • Truthühner
  • Perlhühner
  • Rebhühner
  • Fasane
  • Wachteln
  • Enten und
  • Gänse

(also Geflügel, ausgenommen Laufvögel) ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die sowohl von oben, als auch seitlich gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist, gehalten werden. Veranstaltungen mit Geflügel sind ebenfalls verboten. Außerdem müssen auch indirekte Eintragswege, wie durch kontaminiertes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände unterbunden sowie geeignete Desinfektionsmaßnahmen getroffen werden.

Die in der Allgemeinverfügung angeordneten Maßnahmen sind erforderlich und geeignet, die Ausbreitung der Geflügelpest wirksam zu verhindern und die Seuche zu bekämpfen.

Über Anträge auf Ausnahmen vom Aufstallungsgebot entscheidet das Landratsamt, Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt. Auf die Verpflichtung zur Meldung aller Geflügelhaltungen wird nochmals hingewiesen (§ 2 Geflügelpest-VO).

Zuwiderhandlungen gegen die Allgemeinverfügung werden mit einer Geldbuße bis zu 30.000 Euro geahndet.

Die Allgemeinverfügung ist ortsüblich bekanntgemacht auf der Internetseite des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unter https://www.landratsamt-pirna.de/bekanntmachungen.html.


 

Tierbestandsmeldung 2021

 

Tierhalter von Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel, Süßwasserfischen und Bienen sind zur Meldung und Beitragszahlung bei der Sächsischen Tierseuchenkasse gesetzlich verpflichtet. Eine Meldepflicht besteht außerdem bei dem jeweils zuständigen Veterinäramt.

Der Tierseuchenkasse bereits bekannte Tierhalter erhielten Ende Dezember 2020 einen Meldebogen per Post. Sollte dieser bis Mitte Januar 2021 nicht eingegangen sein, ist der Tierbestand bei der Tierseuchenkasse anzugeben. Tierhalter, welche ihre E-Mail- Adresse bei der Tierseuchenkasse autorisiert haben, erhalten die Meldeaufforderung per E-Mail.

Auf dem Meldebogen oder per Internet sind die am Stichtag 1. Januar 2021 vorhandenen Tiere zu melden. Daraufhin ergeht Ende Februar 2021 der Beitragsbescheid.

Die Pflicht zur Meldung begründet sich auf § 23 Abs. 5 des Sächsischen Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz (SächsAGTierGesG) in Verbindung mit der Beitragssatzung der Sächsischen Tierseuchenkasse, unabhängig davon,ob die  Tierhaltung im landwirtschaftlichen Bereich oder zu privaten Zwecken erfolgt.

 

Bitte unbedingt beachten:

Auf der Internetseite der Tierseuchenkasse unter  www.tsk-sachsen.de sind weitere Informationen zur Melde- und Beitragspflicht, zu Beihilfen der Tierseuchenkasse sowie über die Tiergesundheitsdienste erhältlich.

 

Kontakte:

Sächsische Tierseuchenkasse - Anstalt des öffentlichen Rechts

Löwenstraße 7a,

01099 Dresden

Telefon: 0351 80608-0, Fax: 0351 80608-35

E-Mail: info@tsk-sachsen.de 

 

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz

Referat Veterinärdienst

Schloßhof 2/4

01796 Pirna

Telefon: 03501 515-2401

E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de


 

Wilsdruffer Baulücken weiter im Trend

Pressemitteilung vom 28. Januar 2021Stadtwappen.png

Im Jahr 2020 wurden in Wilsdruff 121 Bauanträge bearbeitet. Das sind 12 mehr als im Vorjahr. Insgesamt liegt diese Anzahl auf dem hohen Durchschnittsniveau der letzten vier Jahre.

Auffällig ist dabei, dass sich wiederum der Trend der letzten Jahre fortgesetzt hat und sich die Mehrheit von über 57 % der Anträge auf Baulücken konzentriert.

Die Baulücken verteilen sich über das ganze Stadtgebiet, vom Ortsteil bis in die Kernstadt. Bürgermeister Ralf Rother: „Diese Entwicklung ist zu begrüßen, da es sich um eine sinnvolle Nachverdichtung in allen Ortsteilen handelt und kein wertvoller Ackerboden verloren geht.“

Gleichzeitig ist es eine städtebauliche Herausforderung für die Stadt, da in einer Baulücke in der Regel bereits Baurecht besteht und allein der Eigentümer entscheidet, ob und wann er es nutzt oder vermarktet. Anders als in einem Bebauungsplangebiet, in dem die Stadt mit einer Ausweisung das Angebot steuern kann.

Die Nachfrage in Wilsdruff ist weiterhin ungebrochen groß und übersteigt das Angebot erheblich. Die Stadt erhält hierzu viele Anfragen zur Schaffung von neuen Bauflächen in allen Ortsteilen. Dabei eignet sich nicht jeder angefragte Standort für die Entwicklung zu Bauland.

Der Stadtrat hat im Flächennutzungsplan der Stadt Wilsdruff potenzielle Wohnungsbauflächen ausgewiesen, die in den kommenden Jahren bedarfsgerecht entwickelt werden können. Gleichwohl wäre es wünschenswert, wenn sich der Trend zur Bebauung der vorhandenen Baulücken in Wilsdruff auch in den nächsten Jahren fortsetzt.


 

Wilsdruffs Geburtenzahlen weiterhin auf hohem Niveau

Pressemitteilung vom 19. Januar 2021Stadtwappen.png

Im heutigen Gebiet der Stadt Wilsdruff kamen im Durchschnitt seit 1980 pro Jahr 125 Kinder zur Welt (Anlage 1). Im Jahr 2020 waren es aktuell 132 Kinder. Damit liegt Wilsdruff wiederum über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, was sehr positiv zu bewerten ist. Die Jahre mit den meisten Geburten bleiben die Jahre 1980 mit 175 und 2017 mit 177.

In den letzten 40 Jahren sind durchschnittlich 142 Menschen pro Jahr verstorben (Anlage 2). Im vergangenen Jahr waren es 163 Einwohner. Traurige Höhepunkte bleiben die Jahre 1980 mit 230 und 2017 mit 208 Verstorbenen.

Interessant ist auch die Einwohnerentwicklung im Betrachtungszeitraum (Anlage 3). Sind die Einwohnerzahlen von 1982 bis 1992 gesunken, stiegen sie seit 1993 kontinuierlich an und haben 1996 wieder das Niveau von 1982 erreicht. Seit 2002 haben sich die Einwohnerzahlen um die 14.000 relativ konstant eingepegelt. Aktuell leben 14.650 Einwohner in Wilsdruff. Das sind 210 Einwohner mehr als ein Jahr zuvor.

Bürgermeister Ralf Rother: „Wilsdruff ist eine kinderfreundliche Stadt. Die Entscheidungen unseres Stadtrates zur Stadtentwicklung tragen Früchte. Unser Ziel ist, die wirtschaftliche Entwicklung und die Familienfreundlichkeit unserer Stadt weiter zu stärken.“

Anlagen


 

Videokonferenz Plattform für Wilsdruffer Schulen

Pressemitteilung vom 14. Januar 2021Stadtwappen.png

Die Stadt Wilsdruff als Schulträger von drei Grundschulen, einer Oberschule und eines Gymnasiums hat nach den Schulschließungen durch das Coronavirus, für die eigenen Schulen eine digitale Möglichkeit entwickelt den Unterricht fortzuführen. Die Erforderlichkeit ergab sich vor allem dadurch, nachdem die vom Land Sachsen bzw. Landesamt für Schule und Bildung zur Verfügung gestellten Plattformen bereits am ersten Tag an ihre Grenzen gestoßen waren.

Hierfür wurden Server der Stadtverwaltung ertüchtigt und mdigitales Klassenzimmer.JPGit einer separaten Internetanbindung versorgt. Die Anwendung für die Videokonferenz ist das Open-Source-System (BigBlueButton), was auch im sächsischen Schulportal für Lehrer bereitgestellt wird. BigBlueButton wird als datenschutzfreundliche Lösung für den E-Learning-Bereich eingestuft. Die Handhabung gestaltet sich sehr benutzerfreundlich, Schüler müssen keine Registrierung vornehmen. Es ist lediglich erforderlich, dass die Lehrenden sich mit einer E-Mail-Adresse verifizieren lassen und schon können die Schüler in ihre digitalen Klassenräume beitreten.

Das Angebot steht allen Wilsdruffer Schulen zur Verfügung.

„Wir wissen die Interaktion zwischen Lehrer als Vertrauensperson und Schüler zu schätzen. Mit unserer städtischen Lösung wird die pädagogische Beziehung zumindest in digitaler Form aufrechterhalten.“ so Bürgermeister Ralf Rother.

 

Wilsdruff, 14. Januar 2021


 

Verbraucherzentrale Sachsen stellt 30-Punkte-Plan vor

 

So fordert die Corona-Pandemie den VerbraucherschutzVerbraucherzentrale Sachsen.jpg

Online-Shopping-Fallen, Rücktritte von Aboverträgen, unzählige Reisestornierungen und fragwürdige Kredite per Mausklick: Die Corona-Pandemie fordert den Verbraucherschutz wie selten ein Ereignis zuvor. Sachsens Verbraucherschützer*innen hatten alle Hände voll zu tun, zwischen Unternehmen, Politik und Verbraucher*innen zu vermitteln und gute und schnelle Lösungen zu finden. Die Pandemie verdeutlicht einmal mehr: Nachhaltiger und erfolgreicher Verbraucherschutz geht nur mit allen Beteiligten. Ganz so einvernehmlich und schnell läuft das jedoch nicht immer. Mit diesen 30 Schwerpunkten startet die Verbraucherzentrale Sachsen deswegen in das neue Jahr:

Reisen: Passagierrechte und Insolvenzschutz stärken
Die Ausbreitung von Covid-19 hat zu einer massiven Annullierung geplanter Reisen geführt. Seitdem sind nicht nur Verspätungen, Ausfälle und Verluste von Gepäck an der Tagesordnung, sondern auch wochenlanges Warten bis geleistete Zahlungen rückerstattet werden. „Das Voraus-Kasse-Prinzip kann so nicht weitergeführt werden“, so Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen. Ebenso sind Reisende bei Insolvenzen nicht ausreichend geschützt. Das hat nicht nur die Insolvenz von Air Berlin gezeigt. Hier ist eine wirksame Insolvenzabsicherung gefragt. Restzahlungen für Pauschalreisen sollten z.B. erst eine Woche vor Reisebeginn fällig werden.


Faire Kredite: Für eine bedarfsgerechte, transparente Kreditvergabe
Für viele Verbraucher*innen brachte das Pandemiejahr schwerere finanzielle Herausforderungen mit sich als je zuvor. Die Folge: Das Geschäft mit schnellen Onlinekrediten und skrupellosen Kreditvermittlern floriert. Oft verschlechtert sich die finanzielle Situation der Kreditnehmer*innen dadurch aber sogar: Teure Kreditkarten, hohe Dispozinsen, erhebliche Zusatzkosten oder Restschuldversicherungen führen dazu. Dass Kredite nicht zurückgezahlt werden können. „Für die Anbieter entsteht so ein lukratives Geschäft. Verbraucher*innen landen damit in einem Teufelskreis von immer neuen Krediten. Wir arbeiten deswegen an einem neuen Beratungsangebot für Betroffene“, so Eichhorst. Die Verbraucherzentrale fordert eine verantwortungsvolle Kreditvergabe mit  transparenten Gesamtkosten.

 

Digitalisierung: Nur mit Teilhabe aller und mit Datensicherheit
Spätestens seit der Corona-App ist klar: Ein verlässlicher, flächendeckender Internetzugang ist individuell, aber auch gesellschaftlich essentiell. Gleichzeitig gehören gehackte Passwörter, gestohlene Identitäten, Datenschutzverstöße und Phishing-Mails zum Alltag. „Hier sind niedrigschwellige Bildungsnagebote und Selbstschutz relevante Hebel. Niemand darf aufgrund seines Kenntnisstandes oder Wohnortes digital abgehängt werden“, erklärt Eichhorst. „Das gilt besonders auch für sensible Zielgruppen wie Senior*innen. Natürlich geht das aber nur mit einer zügigen Verbesserung der Internetversorgung in den ländlichen Räumen einher.“


Verbraucherschutz für alle: Auch im ländlichen Sachsen
Auch deswegen sieht sich die Verbraucherzentrale verstärkt in den ländlichen Gebieten. Hier werden zunehmend Kompetenz- und Kooperationszentren als soziale Orte entstehen. Die Idee: Mehrere kompetente  Ansprechpartner für verschiedene Verbraucherbelange an einem Platz und kurze Wege für Menschen in allen Teilen Sachsens. „Viele Anbieter kehren dem ländlichen Raum den Rücken, obwohl genau hier die Mehrheit der Sachsen lebt. Wir wollen diese Regionen stärken und kommen, um zu bleiben“, freut sich Andreas Eichhorst auf die Eröffnung des Kompetenzzentrums in Görlitz und weiteren Orten in Sachsen.

Kreditinstitute dürfen Sparern Zinsen nicht vorenthalten

Ein Thema, das sächsische Sparer*innen bewegt, ist die Kündigung von Langzeitsparverträgen. Für viele sächsische Sparkassenkund*innen mit einem 2017 gekündigten Sparvertrag „Prämiensparen flexibel“ geht es um durchschnittlich 4.000 Euro Zinsnachzahlung pro Vertrag. Im kommenden Jahr steht nach mehreren Musterfeststellungsklagen, die die Verbraucherzentrale Sachsen zusammen mit tausenden betroffenen Sparer*innen gegen mehrere sächsische Sparkassen führt, die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) aus. Nachdem das Oberlandesgericht Dresden bereits mehrere Urteile zugunsten der Sparer*innen gefällt hat, muss nun der BGH entscheiden, wie die Zinsnachzahlungen konkret berechnet werden sollen „Wir hoffen auf ein weiteres positives Urteil, wonach Banken und Sparkassen den Differenzbetrag innerhalb von 4 Wochen an ihre Kund*innen nachzahlen sollten“, fordert Eichhorst.

Musterfeststellungsklage: Schwachpunkte abstellen und nachbessern

Die Verbraucherzentrale Sachsen führt seit Mai 2019 mehrere Musterklagen. „Wir sehen hier enormen Nachbesserungsbedarf. Als schwierig hat sich sowohl die lange Dauer bis zur Eröffnung des Klageregisters erwiesen, aber auch die Rechtsverluste durch unwirksame Anmeldungen oder angeblich nicht musterfeststellungsfähige Rechtsverhältnisse“, schildert Eichhorst.

„Die reformierte EU- Verbandsklagerichtlinie sollte deswegen alsbald auch im deutschen Recht eingeführt werden. Außerdem sehen wir das Bundesamtes für Justiz in der Pflicht, jederzeit und schnell Auskunft an die Parteien des Rechtsstreits geben zu können und die Daten der Verbraucher*innen im Klageregister nicht mehr zu veröffentlichen“, so Eichhorst, der sich zudem für eine Abschaffung des Klageregisters ausspricht. „Das Urteil einer Musterfeststellungsklage sollte automatisch für alle Betroffenen gelten.“

 

Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Schulen als Zukunftslabor
Schüler*innen von heute sind Entscheidungsträger*innen von morgen. Und spätestens seit der Friday for future-Bewegung ist klar: Klimaschutz und Klimafolgenanpassung gehört als ganzheitliches, interdisziplinäres Projekt auch an Schulen. „Es ist wichtig, ein breites Bewusstsein und Verständnis über Zusammenhänge im Alltag zu schaffen – im Bereich Energie und Mobilität ebenso wie zu den Themen Ernährung, Kleidung, Technik oder Finanzen“, so Eichhorst. Die Verbraucherzentrale Sachsen arbeitet deshalb an einer sächsischen Modellschule für nachhaltige Ernährung. Das Leuchtturmprojekt dient als Grundlage, um bald auch weitere Schulen auf dem Weg, CO2 zu reduzieren, zu begleiten.  

 

Alle 30 Schwerpunkte gibt es hier:

www.verbraucherzentrale-sachsen.de/wirfuerverbraucher

Über die Verbraucherzentrale Sachsen: Mehr als eine halbe Million Bürger*innen wenden sich jedes Jahr an die Verbraucherzentrale Sachsen – und das seit mittlerweile 30 Jahren. Damit ist sie nicht nur ein verlässlicher, erfahrener und anbieterunabhängiger Ansprechpartner für individuelle Fragen zu Verträgen, Finanzen, Ernährung und Co., sondern auch Vertreter der Verbraucherrechte vor Gericht sowie Stimme der Verbraucher*innen  gegenüber Wirtschaft und Politik.


 

Alte Kaminöfen rechtzeitig nachrüsten oder austauschen

Pressemitteilung vom 22.09.2020Verbraucherzentrale Sachsen.jpg

Verbraucherzentrale gibt Tipps zur umweltschonenden und energieeffizienten Nutzung von Kaminöfen

Alte Kaminöfen geben neben wohliger Wärme auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. Auch deshalb gelten ab dem 31. Dezember 2020 strengere Feinstaubregeln für Kaminöfen. Zu diesem Tag müssen Öfen, die vor 1995 eingebaut wurden, mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder außer Betrieb genommen werden. „Der Vorteil neuer Feuerstätten besteht darin, dass sie effizienter verbrennen als alte Kaminöfen“, erklärt Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Somit sparen Verbraucher Brennholz und produzieren weniger klimaschädlichen Feinstaub.“

Bei einer Neuanschaffung sollte auf eine gute Energieeffizienz geachtet werde. Sparsame Kaminöfen erreichen die Energieeffizienzklasse A+. Die effizientesten Pelletöfen erreichen sogar A++. Auch Verbraucher*innen selbst können auf die Feinstaubemission Einfluss nehmen, wenn sie ein paar wichtige Hinweise beachten:

•           nur unbehandeltes Brennholz verwenden

•           gut abgelagertes, trockenes Brennholz nutzen

•           geeigneten Anzünder verwenden

•           auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichten

Wenn Holz als Brennstoff für eine komplette Heizanlage verwendet werden soll, eignen sich Holzpellets am besten, da sie erheblich weniger Feinstaubemissionen erzeugen. Außerdem werden Holzpellet-Anlagen mit bis zu 45 Prozent der Kosten durch staatliche Zuschüsse gefördert.

Mit Brennholz zu heizen, ist jedoch häufig teurer als gedacht. Zwar ist der Brennstoff meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. „Deshalb lohnt es durchaus, die eigene Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen“ empfiehlt Baumgardt.

Welche Möglichkeiten dabei bestehen, beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen und geben darüber hinaus eine Reihe genereller Empfehlungen zum Einbau einer Holzfeuerstätte.

Weitere Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenlos unter 0800 – 809 802 400.

 

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher mit derzeit rund 600 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 50 km Länge voller Steinkohle entspricht. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


 

Neue Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen zur Afrikanischen Schweinepest: Verfahrensweise im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Mit der Bekanntmachung der Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen „Tierseuchenverhütung und -bekämpfung, Afrikanische Schweinepest (ASP); und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten“ gilt für ganz Sachsen ab sofort eine Anzeige- und Entsorgungspflicht für den Fund bzw. Abschuss von sogenannten Indikatortieren (Fall-, Unfallwild und krank erlegte Wildschweine - FUK). Alle Schwarzwildkadaver sind über die Tierkörperbeseitigung zu entsorgen.

Folgende Verfahrensweise für unseren Landkreis wird festgelegt:

 

  1. Die Anzeige des Fundes aller FUK sind telefonisch 03501 515-2423 oder per Mail lueva@landratsamt-pirna.de, unter genauer Angabe des Fundortes, zu melden.
  2. Der Kadaver ist, in einer der vier installierten Kadaversammelstellen im Landkreis, zu entsorgen. Die Kadaversammelstellen sind durch ein Vorhängeschloss oder einen Schlüsseltresor mit Zahlencode gesichert. Der jeweilige Code ist unter der Telefonnummer 03501 515-2423 erhältlich. Diese Telefonnummer ist täglich 24 Stunden erreichbar. Das Material zur Bergung und Beprobung wird durch das Landratsamt gestellt. Für notwendige Unterstützung bei der Bergung kann das Landratsamt ebenfalls kontaktiert werden.

 

Die Beantragung zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung erfolgt mit dem Probenbegleitschein.


 

Energieberatung in Grumbach

An jedem 2. Donnerstag des Monats findet von 16:00 bis 19:00 Uhr im ehemaligen Rathaus Grumbach, Tharandter Straße 1, eine stationäre Beratung zu Möglichkeiten des Energiesparens und der Energieeffizienz für Mieter, Hauseigentümer und Bauherren statt. Dabei werden Fragen zum baulichen Wärmeschutz, zur Anlagentechnik, zur Schimmelpilzvermeidung, zur Heizkostenabrechnung u. a. beantwortet. Alternativ wird im Rahmen einer Ortsbesichtigung ein Gebäude-Check zur Bewertung der Gebäudehülle und Heiztechnik mit Handlungsempfehlungen vorhandener Energieeinsparpotentiale angeboten.

Die stationäre Beratung der Verbraucherzentrale ist kostenlos, anbieterunabhängig und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Terminanmeldung: Tel. 0173 4091961 oder 0800 809802400 (kostenfrei)

 

h.project

Architektur- & Bauplanungsbüro

Dipl.-Ing. Stefan Hanns

Architekt, Gutachter, Energieberater

Tel.: 035204 5320

Mobil: 0173 4091961

E-Mail: h.project@web.de


 

Gewusst wie: Solarenergie am eigenen Haus nutzen

Verbraucherzentrale Sachsen.png

 

Für die Energiewende am eigenen Haus können Sachsens Haus- und Wohnungseigentümer sowie private Vermieter jetzt das volle Potenzial der Solarenergie ausschöpfen. Möglich macht’s der neue Eignungscheck Solar der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen. Im Rahmen einer etwa zweistündigen Beratung am Haus wird geprüft, inwiefern der Einbau einer Photovoltaik- oder einer Solarthermieanlage sinnvoll ist und ob sich diese rechnet. Der neue Check kostet dank der Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) nur 30 Euro.

„Vielen Hauseigentümern fehlt beim Thema Solarenergie an der eigenen Immobilie unabhängiger Rat. Mit dem neuen Check kann konkret aufgezeigt werden, welche Potenziale zur umweltbewussten und unabhängigen Gewinnung von Strom oder Wärme fürs Haus bestehen. Dabei behalten wir die Kosten im individuellen Fall im Blick und erläutern Fördermöglichkeiten“, erklärt Lorenz Bücklein, Leiter der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen.

Beim Eignungscheck Solar ermittelt der Energieberater die ungefähr benötigte Größe und den voraussichtlichen Ertrag einer möglichen Anlage. Bei einem Vor-Ort-Termin nehmen die Energieberater beispielsweise den Dachtyp, den Dachzustand und die Dachschräge, den Verschattungsgrad, die vorhandene Heizungsanlage sowie die Anschlussmöglichkeiten für eine Anlage unter die Lupe. Außerdem erhalten Verbraucher Hinweise zu eventuell erforderlichen baulichen oder technischen Voraussetzungen. Die Ergebnisse werden in einem individuellen Beratungsbericht dokumentiert.

Interessierte Hausbesitzer können sich über 0800 – 809 802 400 kostenfrei telefonisch für einen Check anmelden. Weitere Informationen zum neuen Check und den Beratungsangeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Energie-Checks kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


 

FSME vorbeugen – Beratung und Impfung durch das Gesundheitsamt

2019_Zeckenimpfung.pngSeit Februar 2019 gilt auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Risikogebiet für FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis). Es wird geschätzt, dass in Risikogebieten zwischen 0,1 bis maximal 5 % aller Zecken das FSME-Virus in sich tragen, also ca. jede 100. Zecke. Auch wenn das Risiko, an FSME zu erkranken, noch als verhältnismäßig gering einzuschätzen ist, sollte man sich aktiv vor einer möglichen Erkrankung schützen.

Mit der Impfung vorbeugen

Die FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken und werden sofort mit dem Stich übertragen. Gegen FSME gibt es keine ursächliche Behandlung. Daher ist die FSME-Impfung eine gute Vorsorgemaßnahme, um das Risiko einer FSME-Erkrankung zu verringern. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises führen seit einigen Jahren Beratungen und FSME-Impfungen durch. Empfohlen wird eine Impfung für Menschen, die sich aus beruflichen Gründen oder in der Freizeit in Risikogebieten aufhalten. Je nach Präparat benötigt man für die notwendigen drei Impfungen fünf bis zwölf Monate Zeit. Es gibt – wenn in Ausnahmefällen ein schneller Schutz notwendig wird – auch Schnellimpfschemata. In regelmäßigen Abständen sollte die FSME-Impfung für Kinder und Erwachsene aufgefrischt werden. Dabei ist der FSME-Impfstoff in der Regel gut verträglich. Für Bewohner von Risikogebieten werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Die Impfsprechstunden im Landratsamt finden wie folgt statt:

Pirna, Schloßhof 2/4

jeden Dienstag, 13:00 - 17:30 Uhr

Freital, Hüttenstraße 14

jeden ersten Donnerstag im Monat 15:30 - 17:30 Uhr

Dippoldiswalde, Weißeritzstraße 7

jeden letzten Donnerstag im Monat 15:30 - 17:30 Uhr

Allgemeine Verhaltenstipps gegen zeckenübertragene Erkrankungen:

  • Zecken sind aktiv, sobald es warm wird. Sie halten sich besonders gern im Unterholz, Gebüsch oder in hohen Gräsern auf und werden im Vorbeigehen von Gräsern und Unterholz abgestreift. Daher sollte in der Natur auf möglichst lange und geschlossene Kleidung geachtet werden.
  •  Tragen Sie vor dem Aufenthalt in Wäldern oder Wiesen zeckenabweisende Mittel zum Schutz auf die Haut auf. Beachten Sie: Die Wirkung der Mittel ist zeitlich begrenzt, bietet keinen vollständigen Schutz und muss auf (!) ein eventuelles Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.
  •  Suchen Sie trotz vorbeugender Maßnahmen im Anschluss an einen Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken ab.
  •  Sollten Sie eine Zecke am Körper entdecken, entfernen Sie diese möglichst schnell, z. B. mit einer Zeckenpinzette. Zudem darf die Zecke nicht mit Öl oder Klebstoff übergossen werden. Fassen Sie die Zecke möglichst nah der Haut im Kopfbereich und ziehen Sie sie vorsichtig und gerade heraus. Im Anschluss muss die kleine Wunde an der Stichstelle sorgfältig desinfiziert werden.

 

Kontakt:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Referat Gesundheitsamt

Schloßhof 2/4, 01796 Pirna

Tel.: 03501 515-2301


 

Dafür ist eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz erforderlich

Wer gewerbsmäßig mit Wirbeltieren arbeitet, muss beachten, dass einige dieser Tätigkeiten laut § 11 des Tierschutzgesetzes erlaubnispflichtig sind. Gewerbemäßiges Handeln liegt vor, wenn eine Tätigkeit selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausgeübt wird. Ein Gewerbebetrieb im Sinne der Gewerbeordnung braucht nicht vorzuliegen. Sämtliche Tätigkeiten bedürfen vor Aufnahme der Tätigkeit der Erlaubnis durch das zuständige Veterinäramt. Für die Erteilung der Erlaubnis ist es u. a. zwingend erforderlich, dass der Verantwortliche (i. d. R. der Tierhalter) über die nötige Sachkunde verfügt. Zu den erlaubnispflichtigen Tätigkeiten zählen:

  • gewerbsmäßiges Züchten oder Halten (= Tierpensionen) von Wirbeltiere außer landwirtschaftliche Nutztiere und Gehegewild. Zu beachten ist, dass Pferde nicht zu den landwirtschaftlichen Nutztieren zählen. Demnach ist auch das Betreiben einer Pferdepension (Halten von Wirbeltieren) erlaubnispflichtig;
  • gewerbsmäßiges Handeln mit Wirbeltieren, beispielsweise Hunde- und Pferdehandel;
  • das Betreiben eines Reit- und/oder Fahrbetriebes, beispielsweise das Anbieten von Ponyreiten und Kremserfahrten;
  • gewerbsmäßiges zur Schau stellen von Tieren oder das gewerbsmäßige zur Verfügung stellen von Tieren zu diesem Zweck, beispielsweise Vorzeigen von Tieren auf Märkten, in Gehegen, Zoos etc.;
  • gewerbsmäßiges Bekämpfen von Wirbeltieren als Schädlinge, beispielsweise von Mäusen und Ratten;
  • gewerbsmäßiges Ausbilden von Hunden für Dritte oder die gewerbsmäßige Anleitung der Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter, beispielsweise Hundeschulen, Hundeverhaltensberater;
  • gewerbsmäßiges Arbeiten mit Tieren im sozialen Einsatz, auch bei ehrenamtlichen tiergestützten Interventionen, die im Rahmen von gemeinnützigen Vereinen erfolgen.

Auch im Nebenerwerb sind die genannten Tätigkeiten tierschutzrechtlich erlaubnispflichtig. Das Formular für den Antrag kann auf der Internetseite www.landratsamt-pirna.de (Referat Veterinärdienst, Bereich Tierschutz, Formulare) abgerufen werden.

Das gewerbliche Betreiben oben genannter Tätigkeiten ohne entsprechende Erlaubnis stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis 25.000 Euro bestraft werden.

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

Schloßhof 2/4

01796 Pirna

E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de


 

Unwetter-Warnungen auf das Smartphone - BIWAPP bzw. NINA

BIWAPP_NINA_APP_Teaser.jpgDer digitale Fortschritt macht es möglich. Droht eine ernstzunehmende Gefahr durch Explosion, Hochwasser, Sturm oder Seuchen, kann künftig jeder selbst dafür sorgen, dass er immer die neuesten Infos und aktuelle Warnungen erhält. Dafür wurden zwei spezielle Apps entwickelt, die man sich auf sein Smartphone laden kann. Das ist zum einen „BIWAPP“ - die BürgerInformations- und WarnAPP. Die zweite Warnapp ist NINA - die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes.

BIWAPP – die regionale Warnapp – Was kann sie und wie wird sie genutzt?

Mit BIWAPP hat der Landkreis die Möglichkeit, direkt Meldungen zu generieren und zu versenden. Der Bürger stellt sich die Orte ein, für die er Informationen/Warnungen erhalten möchte oder er nutzt die sogenannte Wächterfunktion – damit können Informationen/Warnungen für den jeweiligen Standort empfangen werden. Weiterhin verfügt BIWAPP über eine Ortungs- und Notruffunktion. Somit hat der Bürger die Möglichkeit, seinen genauen Standort beispielsweise bei einem Unfall zu definieren und einen entsprechenden Notruf abzusetzen. In BIWAPP kann der Nutzer einstellen, in welchen Kategorien er Benachrichtigungen erhalten möchte – zur Auswahl stehen beispielsweise Verkehrsinformationen, Schulausfälle, Bombenfund, Großbrand oder Seuchenfall. Schnittstellen gibt es zum Deutschen Wetterdienst und zu den Landeshochwasserzentralen. BIWAPP wurde von der Marktplatz GmbH in Zusammenarbeit mit mehreren Kommunen, kreisfreien Städten und weiteren Katastrophenschutzbehörden entwickelt. Das Landratsamt bietet mit BIWAPP eine weitere Möglichkeit, die Bevölkerung im Katastrophenfall zu warnen. Parallel dazu sollen über BIWAPP neben Warnmeldungen auch regional relevante Informationen an die Bevölkerung gegeben werden können.

Sturmschaden-2018.JPGWas kostet die App den Nutzer?

Beide Apps – BIWAPP und NINA – können von jedem Bürger kostenlos über die entsprechenden Download-Portale auf das Smartphone geladen werden.

Die Kosten für BIWAPP belaufen sich für das Landratsamt auf ca. 2.500 Euro pro Jahr. Die App NINA wird für die nächsten zwei Jahre kostenlos für die Landkreise und kreisfreien Städte zur Verfügung gestellt.

 

 

Sturmschaden 2018

NINA – die nationale Warnapp

Über diese App können alle wichtigen Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes,  Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen empfangen werden. Technischer Ausgangspunkt ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS), zu welchem in Sachsen derzeit die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen und das Führungs- und Lagezentrum des Sächsischen Innenministeriums Zugang haben. NINA warnt für Orte, die der Bürger individuell einstellen kann, aber auch für den aktuellen Standort. Weiterhin enthält diese App Notfalltipps, die den Bürger über das Verhalten in Gefahrensituationen informiert. Die App NINA wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Kooperation mit weiteren Partnern entwickelt. Sie wird vom Bund über den Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. BIWAPP ist vor allem von regionaler Bedeutung. NINA sollten sich vor allem diejenigen zulegen, die viel in Deutschland umherreisen.

Kontakt:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Amt für Sicherheit und Ordnung
Tel.: 03501 515-4301
E-Mail: sicherheit-und-ordnung@landratsamt-pirna.de


 

Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Bau- und Kulturzentrums

Machbarkeitsstudie_Flyer.jpg


 

Gebäude-Check

Verbraucherzentrale Sachsen.pngWas tun bei hohen Strom- und Heizkosten?

 

Wie schnell sich die Rädchen im Stromzähler drehen, liegt meist in eigener Hand. Um Energieverbrauchsfallen zu finden, ist es wichtig, sich einen Überblick über den Strom- und Wärmeverbrauch zu verschaffen. Private Haushalte, Wohnungseigentümer sowie private Vermieter erhalten Hilfe durch die anbieterneutralen Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. Diese kommen ins Haus und bewerten die energetische Situation vor Ort. Im Ergebnis erhalten Sie einen Bericht mit den Ergebnissen dieses Gebäude-Checks sowie Handlungsempfehlungen. Der Gebäude-Check hat einen Wert von 226,00 Euro. Der Eigenkostenanteil für den Verbraucher beträgt aber nur 20,00 Euro. Die Differenz trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Einen Termin gibt es unter Telefon 0173 4091961.


 

Information zu Schutzmaßnahmen von Weidetieren vor Wölfen in Sachsen

Empfehlungen aus dem Sächsischen Wolfmanagement

Auch wenn sich Wölfe in Sachsen nicht überall territorial etabliert haben, muss in ganz Sachsen mit ihrem Auftauchen gerechnet werden.

Anlässlich der bevorstehenden Weidesaison sollte darum jeder Tierhalter die Schutzmaßnahmen für seine Weidetiere vor Wolfsübergriffen überprüfen und ggf. verbessern. Wenn es zu Übergriffen von Wölfen auf Nutztiere kommt werden Schafe, Ziegen und Wild im Gatter am häufigsten von Wölfen gerissen, da sie gut in deren Beuteschema passen. Wölfe unterscheiden nicht zwischen Wild- und Nutztier, daher ist es wichtig, dem Wolf den Zugang zu Nutztieren zu erschweren.

Herdenschutzmaßnahmen garantieren zwar keinen 100 %-igen Schutz, können jedoch Übergriffe durch den Wolf effektiv reduzieren. Nachfolgende Maßnahmen haben sich gemäß den hiesigen sowie internationalen Erfahrungen als wirkungsvoll erwiesen.

Schafe, Ziegen und Wild in Gattern

Elektrozäune mit einer Höhe von 100 cm bis 120 cm bieten einen wirksamen Schutz. Sowohl Netzzäune als auch stromführende Litzenzäune (mit mindestens fünf Litzen) sind geeignet. Wo die Möglichkeit besteht, ist das Einstallen über Nacht bei kleineren Tierbeständen empfehlenswert.

Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material verursachen, anders als Elektrozäune, beim Wolf keinen Schmerz, wenn er diese berührt. Erfahrungsgemäß können sie von Wölfen leicht untergraben, übersprungen oder überklettert werden, weshalb sie nicht empfohlen werden.

Bei Wildgattern ist besonders auf einen Schutz vor dem Untergraben der Umzäunung durch den Wolf zu achten. Um dies zu verhindern, kann zusätzlich eine Zaunschürze aus Knotengeflecht oder eine bodennahe, stromführende Drahtlitze verwendet werden.

Tierhalter sollten ihre Zäune regelmäßig auf Schwachstellen prüfen und diese ggf. zeitnah beseitigen. Die Umzäunung darf keine Durchschlupfmöglichkeiten bieten und alle Seiten der Koppel müssen geschlossen sein. Über offene Gräben oder Gewässer können Wölfe leicht eindringen. Bei stromführenden Zäunen sind eine ausreichende Spannung (mind. 2.500 V) über die gesamte Zaunlänge und eine gute Erdung wichtig. Die Zäune sollten nicht durchhängen, sondern die empfohlene Höhe von 100-120 cm auf der gesamten Zaunlänge aufweisen. Außerdem sollte die Koppel nicht zu klein sein, damit die Tiere bei einem versuchten Übergriff durch einen Wolf genügend Platz zum Ausweichen haben und nicht ausbrechen.

Rinder und Pferde

Aufgrund der Seltenheit von Wolfsübergriffen auf Rinder und Pferde in Sachsen, gibt es für diese Nutztierarten derzeit keinen definierten Mindestschutz. Die Zahlung von Schadensausgleich ist also nicht an die Einhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen gebunden. Beim Bau von Weidezäunen sollte allerdings die gute fachliche Praxis in der Weidetierhaltung (siehe AID-Broschüre „Sichere Weidezäune“, ISBN 978-3-8308-1221-0) Beachtung finden. Möchten Rinder- oder Pferdehalter ihre Koppel sicherer gestalten, ist ein stromführender Litzenzaun, bestehend aus 5 Litzen (Litzenhöhe: 20, 40, 60, 90, 120 cm), empfehlenswert.

Kälber und Fohlen, die sich in der Herde befinden, sind in der Regel durch die Wehrhaftigkeit der erwachsenen Tiere geschützt. Das Risiko eines Übergriffs steigt, wenn Jungtiere die Möglichkeit haben, sich aus der Koppel zu entfernen. Die Zäune sollten daher so aufgebaut sein, dass Jungtiere die Koppel nicht verlassen können. Hierfür sind stromführende Litzenzäune (siehe oben) gut geeignet.

Beratung zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen

Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern haben die Möglichkeit, sich im Rahmen der Förderrichtlinie "Natürliches Erbe" NE / 2014 Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe (Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterband und Herdenschutzhunden, Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern) fördern zu lassen. Dies gilt sowohl für Hobbyhalter als auch für Tierhalter im landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerb. Der Fördersatz liegt bei 80 % der förderfähigen Ausgaben (vom Netto).

Bei Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von Schutzmaßnahmen stehen den Tierhaltern folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Herr Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in Roßwein, OT Haßlau (Tel. 0151 50551465, Email: Herdenschutz@Klausnitzer.org), zuständig für die Landkreise Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland sowie die Städte Leipzig und Chemnitz.

Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung in Malschwitz, OT Wartha (Tel.: 0172 3757 602, Email: andre.klingenberger@smul.sachsen.de), zuständig für die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Stadt Dresden.

Die Beratung ist kostenfrei und kann auch vor Ort stattfinden.

Schadensausgleich

Im Freistaat Sachsen werden Schäden, bei denen der Wolf als Verursacher festgestellt oder nicht ausgeschlossen werden kann, auf Grundlage von § 40 Abs. 6 SächsNatSchG finanziell ausgeglichen. Dies gilt für alle Haus- und Nutztierarten.

Bei Schaf- und Ziegenhaltern sowie Betreiber von Wildgattern ist der Anspruch auf Schadensausgleich an die Einhaltung der Kriterien für den Mindestschutz gebunden. Dazu gehören für Schaf- und Ziegenhalter mind. 90 cm hohe Elektrozäune mit ausreichender Spannung (mind. 2500 V) oder für Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern mind. 120 cm hohe Festzäune. Die Koppel muss zudem an allen Seiten auch zu Gewässern geschlossen sein und überall einen festen Bodenabschluss aufweisen.

Halter von Rindern, Pferden oder anderen Haus- und Nutztierarten haben bei einem Wolfsübergriff, unabhängig vom Mindestschutz, Anspruch auf Schadensausgleich.

Voraussetzung für die Zahlung von Schadensausgleich ist eine Begutachtung durch einen Mitarbeiter des zuständigen Landratsamtes vor Ort. Dafür muss die Meldung des Schadens durch den Tierhalter zeitnah innerhalb von 24 Stunden an das Landratsamt erfolgen. Außerhalb der Dienstzeiten des Landratsamtes, an Wochenenden oder Feiertagen, kann der Kontakt zu den Rissgutachtern auch über die Rettungsleitstellen hergestellt werden.

Im Monitoringjahr 2016/2017 wurden im Freistaat Sachsen 14 Wolfsrudel und 4 Wolfspaare nachgewiesen. Der Wolf breitet sich weiter aus, so dass auch außerhalb der bekannten Wolfsgebiete jederzeit fast überall im Freistaat mit Wölfen gerechnet werden kann.

Hinweise aus der Bevölkerung, vor allem Sichtungen von Wölfen, liefern wichtige Informationen über das Vorkommen, die Entwicklung und das Verhalten der Wölfe. Bitte melden Sie Wolfshinweise an Ihr Landratsamt, an das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (s. unten) oder an das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, kontakt@lupus-institut.de).

Mehr Informationen zum Wolf in Sachsen:

Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“

Am Erlichthof 15

02956 Rietschen

Tel. 035772 46 76 2

Fax. 035772 46 77 1

E-Mail: kontaktbuero@wolf-sachsen.de

Internet: www.wolf-sachsen.de


 

Sturmholz im Privatwald – Schadensaufnahme, Holzaufarbeitung, Borkenkäfergefahr

In den vergangenen Herbst- und Wintermonaten haben gleich mehrere Stürme dem Wald in unserer Region stark zugesetzt. Über alle Waldbesitzarten hinweg liegen vornehmlich Nadelhölzer geworfen und gebrochen am Boden. Besonders vereinzelt liegende Stämme werden rasch übersehen und machen die Aufarbeitung mühselig. Diese Hölzer bieten ideales Brutmaterial für die Borkenkäferarten und führen zu einer starken Gefährdung benachbarter Nadelholzbestände.

Für die Waldbesitzer gilt jetzt folgendes:

  • Alle Waldflächen gründlich auf vorhandenes Schadholz (geworfene und gebrochene Stämme, angeschobene Bäume und heruntergebrochene Kronen) prüfen.
  • Schadholz so rasch wie möglich aufarbeiten oder aufarbeiten lassen und aus dem Wald verbringen.
  • Spätestens, wenn mehrere Tage Temperaturen um 16° C  erreicht werden, regelmäßige Kontrolle der Waldbestände auf Borkenkäferbefall (Braunes Bohrmehl am Stammfuß, Harztröpfchen/Harzfluss am Stamm, abfallende Rindenstücke, Spechtabschläge)

Bei längerfristiger Holzlagerung ist ein Mindestabstand von 500 m (besser weiter) zu Waldflächen (Nadelholzbestände) zu berücksichtigen. Ziel ist es, bruttaugliches Holz vor Beginn der ersten Schwarmperiode der Borkenkäferarten, die Ende April/Anfang Mai beginnt, aus dem Wald zu entfernen und damit einer verstärkten Vermehrung der Borkenkäferpopulationen vorzubeugen.

Weißes Bohrmehl an frisch eingeschlagenem Holz ist ein Zeichen für den Befall durch den Gestreiften Nadelnutzholzborkenkäfer. Diese Borkenkäfer legen im Holz ihre Eier ab und schleppen in die dafür angelegten Gänge Pilze ein, die das Holz schwarz verfärben. Beides führt zu erheblicher Wertminderung des Holzes. Unter bestimmten Voraussetzungen können geeignete Firmen mit spezieller Zertifizierung gefährdete Polter chemisch behandeln.

Die Bemühung um eine zeitnahe Aufarbeitung der Schäden im Privatwald obliegt dem Waldbesitzer. Die Aufarbeitung von Sturmholz sollte soweit wie möglich speziell ausgebildeten Fachfirmen überlassen werden. Insbesondere größere Wurf- und Bruchverhaue sollten nur mit forstlicher Großtechnik entzerrt werden. Momentan sind die Kapazitäten der Forstunternehmer vor Ort, aufgrund der großflächigen Schadsituation, stark ausgelastet.

Bei der eigenständigen Sturmholzaufbereitung ist zwingend auf die Belange von Arbeitssicherheit und Unfallverhütung bei Waldarbeiten zu achten, d. h. das Tragen von Helm, Schnittschutz- & Warnkleidung ist obligatorisch. Aus Sicherheitsgründen (Rettungskette) ist es besonders wichtig, im Wald niemals alleine zu arbeiten. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einer speziellen Schulung zum sachkundigen Umgang mit der Motorsäge, insbesondere für die Aufarbeitung von unter Spannung stehendem Holz, nicht zuletzt im Hinblick auf Unfallversicherungsbelange, sehr zu empfehlen. Diese Schulung bietet u. a. der Forstbezirk Bärenfels (SBS) an.

Der Holzmarkt ist momentan ebenfalls durch das erhöhte Aufkommen von Schadholz geprägt.  Dadurch gestaltet sich der Holzabsatz zurzeit schwierig.

Zur Bewältigung größerer Mengen von Schadholz stehen Ihnen die Revierförster für Privat- und Körperschaftswald gerne beratend zur Seite. Sie vermitteln im Bedarfsfall den Kontakt zu den Forstunternehmen.

Revier Altenberg

(Gemeinden Glashütte, Altenberg, Hermsdorf/Erzgebirge)       

Herr Göbel         035056 23710                   Stephan.Goebel@smul.sachsen.de

Revier Spechtshausen

(Gemeinden Hartmannsdorf-Reichenau, Klingenberg, Dippoldiswalde, Freital, Kreischa, Wilsdruff)

Herr Hänel          035203 39066                   Matthias.Haenel@smul.sachsen.de

Weitere Beratungs- und Unterstützungsleistungen erhalten Waldbesitzer auch bei den Forstbetriebsgemeinschaften. Für den Bereich des Forstbezirkes Bärenfels sind das die FBG „Freiberger Land“ sowie die FBG „Gutsholz“.

Weitere Informationen zur Privatwaldbewirtschaftung im Waldbesitzerportal unter:

https://www.sbs.sachsen.de/waldbesitzer-portal-8319.html


 

Regelungen zum Baumschutz

Hinweis zum Fällungszeitraum

Gehölze dürfen gemäß § 39 Abs. 5 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 28./29. Februar gefällt werden. Innerhalb der Vegetationszeit (vom 1. März bis 30. September) ist das Fällen von Gehölzen verboten. Die untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kann auf Antrag Ausnahmen zulassen.

Das Antragsformular und alle erforderlichen Hinweise dazu finden Sie auf der Internetseite www.landratsamt-pirna.de.

Bei Fragen können Sie sich auch gern an die Stadtverwaltung Wilsdruff, Herr Balkowski (Tel. 035204 463-316), wenden.