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Sonderausstellung „Rotgrüne Löwen. Die Familie von Schönberg im Wilsdruffer Land“

Eröffnung: 8.7.2017

Ausstellungsdauer: 9.7.-8.10.2017

Rotgrüne Löwen_Teaser.jpgDas Heimatmuseum Wilsdruff zeigt vom 9. Juli bis zum 8. Oktober 2017 die Sonderausstellung „Rotgrüne Löwen. Die Familie von Schönberg im Wilsdruffer Land. Die Schau erinnert an den prägenden Einfluss der Adelsfamilie von Schönberg im Wilsdruffer Land, der über Jahrhunderte reichte und erst 1945 endete.

Die Verbindung der Schönbergs mit dem Wilsdruffer Land wird durch Exponate verdeutlicht, die teils aus dem Heimatmuseum Wilsdruff stammen, teils von außerhalb ausgeliehen wurden. Insgesamt acht Leihgeber, darunter Mitglieder der Familie von Schönberg, stellten Gemälde, Erinnerungsstücke oder Urkunden zur Verfügung. „Die Ausstellung soll die Lebens- und Herrschaftsverhältnisse auf den Schönberg´schen Rittergütern erklären“, so Dr. Matthias Donath, der Kurator. „Dabei müssen so sperrige Begriffe wie Frondient oder Rittergut erklärt werden. Bedingt durch Geschichts- und Staatsbürgerkundeunterricht in der DDR haben sich in den Köpfen der Menschen oft falsche Bilder festgesetzt. Es ist nicht richtig, die Gutsbesitzer früherer Jahrhunderte einseitig als Ausbeuter zu verurteilen.“ Daher lohne sich der Blick in den Lebensalltag der Familie von Schönberg. „So zeigt das Kochbuch der Rosa von Schönberg aus Niederreinsberg, dass die Dame des Hauses auch selbst in der Küche stand, um Speisen oder Gebäck zu bereiten.“ Matthias Donath, der seine Kindheit in Wilsdruff verbrachte und hier den Zugang zur Geschichte der Familie von Schönberg fand, konnte in der Vorbereitung der Ausstellung auf seine eigenen Forschungen zurückgreifen, hatte er doch 2014 eine umfassende Familiengeschichte der Schönbergs verfasst, die unter dem Titel „Rotgrüne Löwen“ erschien (Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland, 29,90 €).

Die Ausstellung wird am 8. Juli 2017 von Bürgermeister Ralf Rother und Museumsleiterin Angelika Marienfeldt eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung erklingen Lieder des Dresdner Komponisten Johann Gottlieb Naumann (1741-1801). Das passt deshalb zum Thema, weil Peter August von Schönberg (1732-1791), Hausmarschall des Kurfürsten von Sachsen, den noch jungen Komponisten, der später als „Dresdner Mozart“ bekannt wurde, förderte.